Ein lieber Freund hat mich auf eine interessante Radiosendung im Sender SWR2 hingewiesen. Redakteur Ralf Caspary beschäftigt sich darin mit dem Begriff des Wachstums der Wirtschaft. Der Philosophieprofessor Prof. Bernhard H. F. Taureck betrachtet verschiedene Aspekte dieser zentralen Metapher und unterzieht sie einer kritischen Betrachtung.

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Ralf Caspary führt wie folgt in die Sendung ein:

Wir alle haben es gerne, wenn etwas um uns herum wächst: unsere Kinder, das Bruttosozialprodukt, die Renten und natürlich die Wirtschaft insgesamt. Genau deshalb sind wir ja auch in Alarmstimmung, wenn die Wirtschaft schwächelt, wenn die Finanzkrise zu Pessimismus Anlass gibt. Dabei ist die Rede vom Wachstum unscharf und - aus sprachphilosophischer Perspektive - metaphorisch. Und da Metaphern immer unpräzise sind, hilft uns diese Rede vom Wachstum angesichts der notwendigen Analyse ökonomischer Tatsachen kaum weiter. Bernhard H. F. Taureck, Professor für Philosophie in Braunschweig, analysiert die Schwachstellen der Metaphern rund ums Wachstum.

Hier kann man die Sendung aus der SWR2-Sendereihe "Aula" hören - auf der homepage von SWR2
Hier geht's zum Manuskript der Sendung auf der homepage von SWR2

Ich freue mich darüber, dass die Krisen, die unsere Welt betreffen (siehe dazu auch die Analyse von Winfried Wolf auf diesem Blog) dazu führen, einige zentrale Begrifflichkeiten unserer Wirtschaftsform zu hinterfragen. Mein Vertrauen in gesellschaftspolitische Selbstheilungsmöglichkeiten nimmt zu - Hirn ist eben nur begrenzt als Verfügungsmasse der Konzerne im Einsatz!