giovani, sisch
Auf der Liste der Grünen/BürgerListeCiviche finden sich auch eine ganze Reihe junger Leute, die ich besonders schätze. Es sind dies Michaela Abate, Andreas Fink, Nadia Degasperi und Valentino Liberto, drei durch den Familienhintergrund perfekt mehrsprachige SüdtirolerInnen und ein Antifa-Aktivist vom Lande.

Nach der Logik unserer Mitbewerber vom rechten Rand sind Abate, Degasperi und Liberto verhängnisvolle Produkte der verderbenbringenden Mischkultur - für mich sind sie die "richtigen" SüdtirolerInnen, perfekt mehrsprachig, blitzgescheit und in Wien oder Bologna genauso zu Hause, wie in Bozen oder Terlan, wo sie aufgewachsen sind.


young greens
Valentino Liberto, Nadia Degasperi, Andreas Fink und Michaela Abate - die jungen Grünen/Bürgerlistler für die Landtagswahl.

Andreas Fink und Valentino Liberto haben in diesen Tagen auf einen dreisten Leserbrief von Christian Kollmann (Kandidat der Selbstbestimmungs-  und Raus-aus-Italien-Liste Süd-Tiroler Freiheit) reagiert, der sich als der große Wächter über die Toponamastik (Ortsnamengebung) geriert und hinter jeder Ortstafel faschistische Umtriebe sieht.

Toponomastik
Gesamtsüdtiroler Ansichten

Von Andreas Fink und Valentino Liberto, Landtagskandidaten der Grünen-Verdi-Vërc BürgerListeCiviche, Wien/Bozen

Die Grünen - die neuen Neofaschisten? Herr Kollmann (LB 29.9.) mag und darf gerne gegen seine Lieblingsfeinde schießen, aber mit dieser mehr als lächerlichen Behauptung hat er definitiv übers Ziel hinausgeschossen.Es mag ihm in seinem Eifer entgangen sein, dass sich die Uhren weiter drehen und wir heute das Jahr 2008 schreiben. Dass sich der Name "Alto Adige durch die langjährige offizielle Verwendung eingebürgert und seine faschistischen Wurzeln somit weitgehend abgestreift hat. "Alto Adige" ist - leider, weil man nicht frühzeitig eingeschritten ist - zum modus vivendi geworden.
 

Das mussten wir akzeptieren, die wir um die Hintergründe wissen und den Begriff "Sudtirolo" (zurückgehend auf Tirolo del Sud) verwenden, und das wird auch Herr Kollmann akzeptieren müssen. Ebenso wie die Tatsache, dass diesen Begriff als erster Alexander Langer in den 70er-Jahren geprägt hat. Überhaupt ist es nicht das Wichtigste, wie man dieses Land nennt, sondern dass man versucht, es von der rechtsextremen Plage zu befreien. Herr Kollmann möge doch dahin zielen, wo die Herzen schwarz und braun sind. Und nicht mit haltlosen Behauptungen den Kampf gegen den Rechtsextremismus ins Lächerliche ziehen!